Entlasten

Erst einmal bei sich ankommen.

Eine kleine Pause ist ein guter Anfang. Die Übungen dauern wenige Minuten und funktionieren überall – im Büro, in der Bahn, abends im Bett.

Die drei Übungen in Kurzform.

Atmen: 4 ein, 6 aus

Vier Sekunden durch die Nase ein, sechs Sekunden langsam aus. Zwei bis fünf Minuten lang. Die lange Ausatmung bremst das Alarmsystem des Körpers; der Herzschlag wird ruhiger.

5-4-3-2-1

Benennen Sie still: fünf Dinge, die Sie sehen, vier, die Sie hören, drei, die Sie spüren, zwei, die Sie riechen, eins, das Sie schmecken. Hilft, wenn die Gedanken kreisen.

Kurz-Muskelentspannung

Fäuste ballen, Schultern hochziehen, Gesicht anspannen. Fünf Sekunden halten, weiteratmen. Mit dem Ausatmen alles loslassen und zwanzig Sekunden nachspüren. Zwei- bis dreimal.

Kälte als Notbremse

Bei starker innerer Unruhe kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen oder ins Gesicht spritzen. Ein Kühlpack in der Hand wirkt ähnlich.

Üben Sie nur, solange es sich angenehm anfühlt. Bei Schwindel oder Unwohlsein hören Sie auf und atmen normal weiter. Die Übungen ersetzen keine Behandlung.

Tipp: Halten Sie in Ihrem Stresstagebuch unter „Was hat geholfen?“ fest, welche Übung bei Ihnen wirkt. Nach ein paar Wochen wissen Sie genau, wozu Sie in schwierigen Momenten greifen können.

Akute Hilfe

Wenn Sie jetzt Hilfe brauchen.

Bei unmittelbarer Gefahr: 112

Bei Lebensgefahr, starker Atemnot oder starken Brustschmerzen rufen Sie den Rettungsdienst.

112 anrufen

Dringend, aber nicht lebensbedrohlich?

Während der Sprechzeiten ist Ihre Hausarztpraxis die erste Adresse. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 – bundesweit, kostenlos, rund um die Uhr.

Das Stresstagebuch ist ein Selbsthilfe-Angebot und bietet keine medizinische Betreuung.